Das Tor zur Glückseligkeit
Die
Schahada (das Islamische Glaubensbekenntnis) ist das Tor zur Glückseligkeit
und ewiger Freude oder (falls nicht bezeugt) das Tor zur ewigen
Verdammnis. Die Schahada auszusprechen und im Herzen anzunehmen
öffnet das Tor zur Liebe und Barmherzigkeit Allahs (s.w.t.);
sie (die Schahada) abzulehnen schließt das Tor und verhindert
die Freigebigkeit eures Herrn (Rabb) und verdammt einen zu einer
Ewigkeit im Höllenfeuer.
"Ja,
diejenigen, die den Glauben verweigert haben von den Leuten der
Schrift und den Mitgöttergebenden, sind im Feuer der Hölle,
ewig sind sie dort; diese, sie sind die schlechtesten Kreaturen. Ja, diejenigen, die geglaubt und rechtschaffen gehandelt habe;
diese, sie sind die besten Kreaturen, Ihr vergelten bei ihrem Herrn sind die Gärten Edens, unter
denen Gewässer fließen, ewig sind sie dort, für
immer, Allah hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen
an Ihm,- dies für den, der Seinen Herrn fürchtet."
(Qur'an 98:6-8).

Wenn
dieses Glaubensbekenntnis nur eine (mündliche) Äußerung,
wäre für die man automatisch von Allah (s.w.t.) belohnt
würde, wer würde sich dann auf dieser Erde noch sträuben,
dieses zu bekennen? Aber nein, genauso wie bei anderen Bereichen
des Islam, muss das Glaubensbekenntnis mit dem Handeln einhergehen
und deshalb haben viele der vergangenen Generationen die Botschaft
der Propheten zurückgewiesen. So wie die Menschen (zur Zeit)
Ibrahims (a.s.); sie haben erkannt wie dumm es war Steine(Götzen)
anzubeten, die weder hören noch sehen konnten, aber zum Handeln
überzugehen und sie (die Götzen) zu zerstören und
sie nicht mehr anzubeten war mehr als sie ertragen konnten.
Wenn
jemand die Schahada ausspricht, dann trifft er in der Tat einen
Bund und eine Vereinbarung mit Allah (s.w.t.). So wie es bei allen
Vereinbarungen ist, gibt es Bedingungen. Der Gäubige sollte
mit Überzeugung daran glauben und verstehen, dass Allah (s.w.t.)
der Schöpfer und Herr (Rabb) von allem ist, was existiert,
dem Guten und dem Bösen.
"Und
Allah hat für euch aus dem, was Er geschaffen hat, Schatten
gemacht, und Er hat für euch aus den Felsenburgen Zufluchtsorte
gemacht, und Er hat für euch Bekleidungen gemacht, die euch
vor Hitze schützen und Bekleidungen, die euch vor Unglück
schützen, derart hat Er seine Gnade an euch erfüllt, damit
ihr euch vielleicht friedenmachend ergebt (Muslime werdet)."
(Qur'an 16:81).
"Er
ist es, der für euch geschaffen hat, was auf der Erde ist..."
(Qur'an 2:29).
"Und
das Vieh, Er hat es geschaffen..." (Qur'an 16:5).
An
diese Verse zu glauben heisst, an die Einheit der Gottesschaft Allahs
(s.w.t.) zu glauben.
Die
Bedeutung der Schahada lautet: (Ich bezeuge) niemand hat das Recht,
angebetet zu werden ausser Allah (s. 1) und
ich bezeuge, dass Muhammad sein Gesandter ist. Daher ist eine weitere
wichtige Bedingung nicht nur, dass man Allah als den Schöpfer
des Himmels und der Erde anerkennt, sondern, dass Er auch der Einzige
ist für den man ibadah (s. 2) macht.
Wir dürfen nicht so werden wie die Heiden, die zwar Allah als
Schöpfer anerkannten, aber es ablehnten Ihn anzubeten:
"Sag:
Wer versorgt euch von den Himmeln und der Erde, oder wer hat Gewalt
über das Hören und die Blicke, und wer bringt das Lebendige
aus dem Gestorbenen hervor und bringt das Gestorbene aus dem Lebendigen
hervor, und wer lenkt die Angelegenheit? Und sie (die Heiden) werden
sagen: 'Allah'" (Qur'an
10:31).
Allah
zu dienen bedeutet nicht nur sich fünfmal am Tag (im Gebet)
vor Ihm niederzuwerfen, sondern auch Seine Hilfe und nur Seine Hilfe
zu suchen; Ihm zu gehorchen, Ihn über alles zu lieben und Gutes
von Ihm zu erwarten.
"Und
wenn Allah dich mit Schaden anrührt, so gibt es keinen der
ihn wegnimmt außer Ihm..." (Qur'an 16:17).
"Und
es gibt unter den Menschen einige, die sich außer Allah Seinesgleichen
(zum Anbeten) nehmen und lieben, wie man (nur) Allah lieben soll.
Die aber, die glauben, lieben Allah noch mehr." (Qur'an
2:165).
Nur
Allah zu dienen nennt man die Einheit in gottesdienstlichen Handlungen
(d.h. sein ibadah nur für Allah zu machen).
Sobald
wir uns dazu bekannt haben an Allah zu glauben dann müssen
wir Ihn als Schöpfer anerkennen und nur für Ihn ibadah
machen. Aber wer ist Allah? Was sind Seine Eigenschaften und müssen
wir auch an diese glauben?
"Sag:
Er ist Allah, einzig. Allah, der immer da ist. Nie zeugte Er und
nie ist er gezeugt. Und nie gibt es Ihm Gleiches." (Qur'an
112:1-4).
"Allah,
kein Gott außer Ihm, der Lebendige, der Beständige, es
ergreift Ihn nicht Schlummer und nicht Schlaf, Sein ist, was in
den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der Fürsprache
einlegt, bei Ihm ohne Seine Erlaubnis?..." (Qur'an 2:255).
Der
erste Teil der Schahada hat mit Allah (s.w.t.) zu tun, der zweite
Teil (betont), dass Muhammad (s.a.w.) Sein Knecht und Gesandter
ist. Wenn man an Allah glaubt, dann muss man auch an die Prophetenschaft
Muhammads (s.a.w.) glauben. Wenn man Allah (s.w.t.) liebt, dann
muss man auch Muhammad (s.a.w.) lieben und ihm (seiner Sunnah) folgen.
"Sag
(oh Muhammad): Wenn ihr Allah liebt so folgt mir..." (Qur'an
3:31)
"Und
Muhammad ist nicht Vater eines einzigen von euren Männern,
sondern der Gesandte Allahs und das Siegel der Propheten, und Allah
weiß von allem." (Qur'an 33.40).
"...und
was der Gesandte euch gibt, so nehmt es, und was er euch untersagt,
so enthaltet euch.." (Qur'an 59:7)
Dies
sind nur einige wenige Aspekte der Schahada, die wir verstehen und
an die wir glauben müssen, wenn wir wahrlich das Wohlgefallen
Allahs (s.w.t.) erhalten möchten.
(Aus
dem Englischen übersetzt; leider ist kein Autor genannt)
Anmerkungen des Übersetzers (Abu Bakr Stark)
1)
Die Schahada wird vor Zeugen zweimal ausgesprochen: Aschadu an la
ilaha ill Allah wa aschadu anna Muhammadan Rasul Allah. (Ich bezeuge
es gibt keinen Gott außer Gott(Allah) und ich bezeuge, dass
Muhammad der Gesandte Allahs ist). Danach reinigt der neue Muslim
seinen Körper (ghusl) und ist fortan Teil der islamischen Gemeinschaft.
2) Ibadah: Darunter versteht man Handlungen,
die von Gott vorgeschrieben wurden, um Ihm zu dienen, z.B. das Pflichtgebet,
die Pilgerfahrt nach Mekka usw. |