O Allah, lass uns die Wahrheit als die Wahrheit sehen und ihr folgen;
und lass uns den Trug als den Trug sehen und ihn vermeiden.
Eine verbreitete Verschwörungstheorie – auch unter manchen Muslimen – ist die Behauptung einer flachen Erde. Mitunter wird (fälschlicherweise) behauptet, Abd al-Aziz ibn Baz habe vor vielen Jahren erklärt, der Glaube an eine flache Erde sei verpflichtend, da bereits die Gefährten des Propheten daran geglaubt hätten. Andere wiederum meinen sogar, der Koran selbst deute darauf hin, etwa in Sure 79:30.
Zwar ist es richtig, dass viele sogenannte wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch geprüft werden sollten und dass auch Nachrichten unserer Zeit häufig von Meinungen und Interessen geprägt sind. Doch diese berechtigte Skepsis darf nicht in das andere Extrem umschlagen: nämlich hinter allem und jedem eine Verschwörung zu vermuten und sich so sehr in bestimmte Vorstellungen hineinzusteigern, dass man sprichwörtlich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Gerade in der Da?wah ist es klug, manche Themen mit Bedacht zu behandeln. Denn das Letzte, was wir erreichen wollen, ist, dass Außenstehende sagen: „Wer an den Islam glaubt, glaubt auch an eine flache Erde.“
Tatsächlich ist es sehr einfach zu zeigen, dass die Erde nicht flach ist. Leider macht man jedoch häufig die Erfahrung, dass Menschen, die sich bereits länger mit entsprechenden Theorien im Internet beschäftigt haben, Schwierigkeiten haben, einfache Überlegungen des gesunden Menschenverstandes zuzulassen. Ein ähnliches Phänomen lässt sich auch beobachten, wenn Menschen sich stark an eine bestimmte Gruppe oder Weltanschauung gebunden haben: Selbst die offensichtlichsten Argumente dringen kaum noch durch – sie gehen zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus. Manchmal hat man jedoch Glück und kann jemanden dazu bringen, seine Position noch einmal zu überdenken. Versuchen wir es also.
Stellen wir uns dazu einen runden Tisch vor, der die angeblich „flache Erde“ darstellen soll. Der Punkt in der Mitte symbolisiert den Nordpol. Genau auf halber Strecke zwischen diesem Mittelpunkt und dem Rand des Tisches verläuft der Äquator. Heute wissen wir etwas, das die Menschen früher nicht wussten: Am Äquator steht die Sonne mittags stets direkt über uns. Außerdem ist die Sonne zu jedem Zeitpunkt – über die gesamten 24 Stunden hinweg – irgendwo auf der Erde sichtbar.

Nun nehme man eine Kugel oder einen Ball in beliebiger Größe, der die Sonne darstellt, und lasse ihn über dem "Äquator" kreisen. Egal wie hoch wir den Ball halten oder wie groß oder klein er ist, er wird nie hinter dem Tischrand verschwinden können, wie wir es täglich bei der Sonne beobachten. Bei einer flachen Erde müsste die Sonne abends über dem Horizont immer kleiner werden und außerdem immer weiter Richtung Norden abdrehen, nie aber in voller Größe einfach hinterm Rand verschwinden. Es müsste außerdem allmählich immer dunkler werden und nicht so relativ abrupt wie bei einem Sonnenuntergang.
Wer sich durch dieses im wahrsten Sinne des Wortes einleuchtende Argument nicht überzeugen lassen will, wird natürlich auch nicht mehr durch die unzähligen anderen Argumente überzeugt werden können, wie Mondfinsternis; Dinge, die in weiterer Entfernung unterm Horizont verschwinden; Zeitzonen; Parallaxe; Sternbilder und deren Bewegungen; fehlender Südpol, Erdumrundungen wie Vendee Globe und Schifffahrtslinien von Südamerika nach Neuseeland; Erdbeben und seismische Wellen und so weiter und so fort. Wer aber nicht viel denken will, kann auch mal warten, bis gerade die Sonne am Horizont untergegangen ist und dann eine Drohne in die Höhe steigen lassen. Die Sonne wird wieder auftauchen. Bilder aus dem All habe ich erstmal weggelassen, weil wir dann direkt bei der nächsten Verschwörungstheorie wären, der Mondlandung!
Warum ist das Thema überhaupt wichtig für uns? Im täglichen Leben spielt es doch gar keine Rolle, ob die Erde nun flach oder rund ist oder ob Leute auf dem Mond waren.
Weil es Verschwörung und Vertuschung durchaus gibt! Es ist das Zeitalter des Dajjal, des Herrn und Meister der Lüge! Und wir sollten natürlich wenn möglich erkennen, wann etwas wahr ist und wann nicht. Man sollte sich auch fragen, ob man nicht vielleicht zu viel Zeit an nicht-verifizierbaren Theorien verschwendet, und wann es sich lohnt, für die "Wahrheit" einzustehen, aber wann es vielleicht die falsche Strategie ist.
Eine Theorie wie die „Flache Erde“ ruft in der Regel eher ein belustigtes Stirnrunzeln hervor. Zum einen, weil das Thema – abgesehen von seinen Anhängern – für die meisten Menschen keine große Bedeutung hat. Zum anderen, weil sich die Behauptung in ruhiger und sachlicher Weise relativ leicht widerlegen lässt.
Bei Themen wie COVID-19 sieht die Situation dagegen ganz anders aus. Hier können Diskussionen schnell emotional werden. Wer etwa keine Maske tragen oder sich nicht impfen lassen möchte, sieht sich häufig mit scharfer Kritik konfrontiert. Nicht selten fällt dann der Vorwurf, es handle sich um eine „Pandemie der Ungeimpften“.
Der Ton wird deshalb rasch hitziger, weil es sich um ein Thema handelt, das das Leben aller Menschen unmittelbar berührt. Anders als bei der Flache-Erde-Theorie lässt sich die Frage hier jedoch für den Laien kaum noch einfach durch eigene Überlegungen überprüfen. Die meisten Menschen sind gezwungen, sich auf Autoritäten zu verlassen – auf staatliche Institutionen, wissenschaftliche Einrichtungen oder Experten, die als verlässliche Quellen gelten.
Wenn viele Staaten ähnliche Maßnahmen ergreifen und zahlreiche Wissenschaftler von einem „Konsens“ sprechen, entsteht leicht der Eindruck einer einheitlichen wissenschaftlichen Position. Gleichzeitig kann es vorkommen, dass abweichende Stimmen – selbst wenn sie von bekannten Wissenschaftlern, Professoren oder ehemaligen Regierungsberatern stammen – in der öffentlichen Debatte stark kritisiert oder marginalisiert werden. In solchen Situationen entsteht häufig ein erheblicher sozialer Druck, sich der vorherrschenden Meinung anzuschließen, während Andersdenkende auf Widerstand oder Ablehnung stoßen.
Beim Thema Holocaust hört der Spaß dann vollends auf! Wer hier eine Verschwörung wittert, bekommt es direkt mit Paragraf 130 des StGB zu tun, der Holocaust-Leugner mit Gefängnis von 6 Monaten bis 3 Jahren bestraft. Wie man sieht, bewahrt einen die fürsorgliche Obrigkeit davor, Opfer extremistischer Propagandisten zu werden wie der 95-jährigen Ursula Haverbeck, die es wagte zu behaupten, Auschwitz wäre ein Arbeits- und kein Vernichtungslager gewesen. Dafür bekam sie dann ein Jahr und vier Monate Knast aufgebrummt. Sie hat sich aber dieser Strafe geschickt entzogen indem sie gestorben ist.

Man braucht mit Holocaust-Leugnern also gar keine langwierigen Diskussionen zu führen wie mit den Flach-Erdlern, man ruft einfach die Polizei. Damit sie wissen, wo der Hammer hängt!
Wer sich hier an Inquisition und Hexenjagd erinnert fühlt, der tut der Sache Unrecht. Haverbeck wurde nicht gefoltert! Es heißt zwar, dass Obersturmbannführer Rudolf Höß und anderen SS-Männer vor den Nürnberger Kriegsverbrecher-Tribunalen die Hoden zerquetscht wurden und ihnen gedroht wurde, ihre Familien würden getötet, wenn sie nicht gestehen, aber hehe - Verschwörungstheorien - und unappetitliche noch dazu!
Holocaustleugner betonen oft, dass sie nicht bestreiten, dass das NS-Regime bestimmte Gruppen verfolgte, darunter Juden. Sie räumen auch den Entzug von Bürgerrechten, die Existenz von Ghettos und KZs für Juden und Massensterben darin ein. Sie bestreiten jedoch gezielte, systematisch geplante und durchgeführte Massenmorde an Juden mit dem Ziel ihrer Ausrottung. Sie behaupten etwa, die Vernichtungslager seien nur Durchgangslager oder Arbeitslager gewesen, dort seien nur Regime- und Kriegsgegner interniert worden. Massensterben sei auf Seuchen und zufällige Kriegsfolgen zurückzuführen.
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Für die Muslime, die ständig die Vertauschung der Täter-Opfer-Rolle durch Israel im Palästina-Konflikt erleben müssen, ist natürlich die Versuchung groß, den Holocaust in Frage zu stellen, denn ohne Holocaust gäbe es sicher keine Antisemitismus-Keule und wohl auch nicht den Staat Israel in seiner heutigen Form, geschweige denn die Unterstützung dieses Apartheidregimes durch Deutschland. Aber strategisch gesehen ist es, um es vorsichtig auszudrücken, sehr unklug.
Genug Menschen weltweit, und gerade auch in Deutschland, haben die Nase voll, dass Zionisten immer mit dem Verweis auf den Holocaust jegliche Kritik an Israel und die in Palästina stattfindende ethnische Säuberung zum Schweigen bringen wollen und selbst UNO und Internationalen Strafgerichtshof als antisemitisch zu brandmarken versuchen. Das ist einfach nur noch lächerlich! Selbst deutsche Politiker wie Gysi und ansonsten systemtreue Magazine wie der SPIEGEL fangen an, vielleicht gezwungener Weise, ihren Ton zu ändern. Dieser Umschwung in Sympathie ist hart erkauft durch die Opfer der Palästinenser. Man sollte dies nicht dadurch kaputt machen, in dem man in alten Wunden rührt. Nur zu schnell können die Sympathien wieder kippen.
InshaAllah, für jedes in Gaza getötete Kind treten einige Menschen dem Islam bei. Ihre Opfer werden nicht umsonst gewesen sein. Es soll dreimal mehr Übertritte zum Islam geben seit Beginn des Gaza-Krieges.
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