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Schwarzkümmelöl
Gut
schmecken und gut heilen diese Kombination findet man beim
Schwarzkümmel in einer ganz ausgeprägten Form. Das hat
auch schon Mohammed s.a.w. erkannt, der sagte: Schwarzkümmel
heilt jede Krankheit außer den Tod.
Wenn
man den alten Überlieferungen Glauben schenken kann, streuten
sich schon die alten Ägypter vor 4000 Jahren Schwarzkümmelsamen
auf ihre Fladenbrote. Auch in der Bibel wird Schwarzkümmel
unter dem Namen Ketzah als vielseitig verwendbares Gewürz für
Brot und Kuchen erwähnt. Der antiken Naturheilkunde ist er
ebenfalls bestens bekannt: So bezeichnet ihn Hippokrates als melanthion
(Schwarzblatt) oder melanospermon (Schwarzsame).
Und
tatsächlich ist der Nigella sativa, so der botanische Namen
für den ägyptischen Schwarzkümmel, ein einjähriges
Kraut, das im Juni/Juli blüht und zu den Hahnenfußgewächsen
zählt, ein Naturprodukt mit ganz vielen Möglichkeiten
zur Heilanwendung. Die 30 bis 60 cm hohe Pflanze stirbt nach der
Fruchtbildung ab und überdauert nur mit ihren Samen. Ihre Blätter
sind im Umriss an der Basis breit, oben schmal, unregelmäßig
gefiedert mit länglichen Abschnitten, die vorne spitz zulaufen.
Beim verwandten Gartenschwarzkümmel, Nigella damascena, sind
die Blätter länglicher und mit fein zerschlitzten, haarförmigen
langen Zipfeln versehen, die die blauen Blüten einhüllen.
Schwarzkümmel
wird heute in der Türkei, Syrien, Indien und Ägypten feldmäßig
angebaut. Das Kraut bevorzugt warme, niederschlagsarme Gebiete,
der Boden muss locker und sandig sein. Ausgesät werden die
zur Ölgewinnung bestimmten Pflanzen im September. Die Ernte
beginnt, sobald die Pflanzen von unten her absterben. Die Samen
sind in mohnähnlichen Kapseln eingeschlossen, verbreiten einen
- an Anis erinnernden - recht angenehmen Duft und schimmern mattschwarz.
Geschnitten
wird vor Sonnenaufgang, um das Feuchtwerden durch Morgennebel oder
Tau zu verhindern. Die abgemähten Pflanzen werden zum Trocknen
in großen Bündeln auf saubere Tücher gelegt. Anschließend
wird der Samen ausgedroschen, in Säcke gefüllt und zur
Ölmühle transportiert. Neben Nigella sativa gibt es noch
eine Reihe weiterer Schwarzkümmelarten, die jedoch keine Bedeutung
als Heilpflanzen haben und sogar giftig sein können. Vor allem
ist der ägyptische Schwarzkümmel nicht mit dem indischen
Kreuzkümmel (Cuminus) oder mit dem bei uns bekannten Kümmel
(Carum carvi) zu verwechseln. Aus den Samen gewinnt man durch Kaltpressung
(andere Verfahren arbeiten unter Zuhilfenahme von Lösungsmitteln,
was aber wegen der Rückstandsproblematik nicht unbedenklich
ist) ein fettes Öl. Im Handel ist der Schwarzkümmel dann
in Form von Samen, Öl und Ölkapseln erhältlich.
Schwarzkümmelöl
enthält zu über 80 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren,
die aufgrund ihrer Doppelbindungen mit anderen Stoffen neue Verbindungen
eingehen können und so für zahlreiche Lebensfunktionen
eine bedeutende Rolle spielen. Sie sind essentiell, d.h. sie müssen
dem Körper von außen zugeführt werden und sind insbesondere
für Zellmembranen und Zellatmung wichtig. Sie sind beteiligt
an der Bildung der so genannten Prostaglandine, hormonähnlichen
Substanzen, die auf den Ablauf vieler Körperfunktionen, wie
Gehirnleistung, Nervenleitung, Freisetzung von Transmittern und
Botenstoffen, Senkung des Blutdrucks, Aktivierung des Immunsystems,
Hemmung allergischer Prozesse und Entzündungen, Erweiterung
der Bronchien, weibliche Sexualhormone und Hormonsekretion allgemein
regulierend einwirken. Schwarzkümmel enthält 0,5-1% ätherisches
Öl, was neben der antioxidativen Wirkung, antibakteriellen
und antimykotischen Eigenschaften den würzigen Geruch und Geschmack
ausmacht. Dazu den Bitterstoff Nigellin, von dem man noch nicht
sicher weiß, ob es sich um ein Alkaloid (stärkste bekannte
Pflanzengifte) handelt und das Saponin Melanthin, einer Stoffgruppe,
der allgemein sekretlösende, reinigende und austreibende Wirkungen
zugesprochen werden. In den USA wurde Schwarzkümmel bereits
empirisch erforscht. So im Institut Hilton Head Island in South
Carolina, wo den Wissenschaftlern der Nachweis gelang, dass das
Öl unter anderem immunregulatorisch und entkrampfend wirkt.
Außerdem soll das Öl die Bildung von Knochenmarkszellen
anregen, allgemein Körperzellen vor Viren schützen und
sogar Tumorzellen zerstören können.
Wichtig:
Schwarzkümmel kann seine volle Wirkung nur dann entfalten,
wenn er über einen längeren Zeitraum eingenommen bzw.
verwendet wird. Mediziner sprechen von mindestens drei bis sechs
Monaten.
Erfahrene
Naturheilkundler in unserem Sprachraum schreiben den Inhaltsstoffen
des Schwarzkümmels ein überaus breites Wirkungsfeld zu:
Beta-Karotin
(Provitamin A) wichtig für Haut, Haare, Sehvermögen,
Schleimhäute, Zellschutz, Abwehrkräfte.
Biotin
gut für Haare, Haut, Nägel, Stoffwechsel von Fett,
Eiweiß und Kohlenhydraten.
Folsäure
wichtig für: Zellstoffwechsel, Haut, Schleimhäute, Wachstum,
Blutbildung, Knochen, Haarwachstum. Der Mangel an Folsäure
führt zu Blutarmut. Auch hieran ist ein immunologischer Vorgang
entscheidend beteiligt.
Magnesium
gut für Nerven-, Herz- und Muskelfunktion, Enzymaktivität.
Magnesium ist überdies ein wichtiges Element, das bei allen
schnell ablaufenden energetischen Prozessen der Zelle benötigt
wird. Magnesium aktiviert ungefähr 300 Enzyme im Kohlenhydrat-,
Fett- und Eiweißstoffwechsel und die körpereigenen Abwehr.
Selen
wichtig für Zellschutz, Schwermetallentgiftung, Haut, Haare.
Vitamin B1 wichtig für Nerven, Gedächtnis, Kohlenhydratstoffwechsel,
Herz, seelisches Gleichgewicht.
Vitamin
B2 wichtig für Haut, Schleimhäute, Energieproduktion
aus Nährstoffen wie Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten,
Blutbildung, Wachstum, Leistungsfähigkeit.
Vitamin
B6 wichtig für Nerven, Haut, Abwehrkräfte, Eiweißstoffwechsel,
Schleimhäute. Ebenfalls für Frauen die die Pille nehmen.
Vitamin
C wirkt positiv auf die Abwehrkräfte und den Zellschutz
aus, Eisenverwertung, Bindegewebe, Zähne, Knochen. Vitamin
C hat seine Hauptwirkung in der Radikalefängereigenschaft zum
Schutze zelluläre Funktionen. Die Zeichen von Vitamin-C-Mangel
deuten auf eine starke Herabsetzung der Immunabwehr hin.
Vitamin
E ebenfalls wichtig für Zellschutz, Haut, Herzmuskelgefäße,
Schleimhäute, Schutzfaktor für ungesättigte Fettsäuren,
Leberschutz. Ein Mangel an Vitamin E führt zur vermehrten Verklebung
der Blutplättchen und zu einer Veränderung der Fließeigenschaften
des Blutes.
Zink
wichtig für: Haut, Haare, Keimdrüsenfunktion.
Das
native, kaltgepreßte Öl dieser Samen weist unter anderem
einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren,
wie vor allem der Linolsäure auf, aus der im Körper
durch ein Enzym die Gamma- Linolen- und die Arachidonsäure
entstehen. Über die Zufuhr dieser ungesättigten Fettsäuren
(sie sind essentiell, d.h. lebensnotwendig und müssen unserem
Körper mit der Nahrung zugeführt werden) erfolgt in unserem
Organismus die Synthese hormonähnlich wirkender, immunregulatorischer
Stoffe, der sogenannten Prostaglandine. Aus der Gamma-Linolensäure,
welche die Zellmembranen stabilisiert, entsteht das Prostaglandin
E1, das wiederum stark entzündungshemmend wirkt und allergische
Reaktionen hemmt. Es stabilisiert außerdem die übersteigerte
T-Zellfunktion des Allergikers und unterdrückt die gesteigerte
Immunreaktion der B-Zellen. Aus der Arachidonsäure entsteht
das Prostaglandin E2, welches zusätzlich stark bronchienerweiternd
wirkt, was beim allergischen Asthma von Nutzen ist.
Weiterhin
enthält das Öl viele lebensnotwendige Aminosäuren,
wie: Arginin, Asparagin, Cystin, Glutamin, Glycin, Leuzin, Lysin,
Methionin, Phenylalanin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin und
Valin. Auch ein geringer Anteil an ätherischem Öl
(0,5 / 1%) ist enthalten. Im ätherischen Öl des Schwarzkümmel
ist unter anderem der Wirkstoff Thymochinon enthalten, der
bei extremer Überdosierung toxisch wirken kann, jedoch bei
der Behandlung von allergischem Asthma ein unverzichtbarer Wirkstoff
ist.
Vor
dem Hintergrund dieser zahlreichen Inhaltsstoffe und ihren Wirkungen
gesehen wird verständlich, dass Schwarzkümmel heute mehr
und mehr Anwendung in der Naturheilkunde findet. Auch wenn das Hahnenfußgewächs
weder als Medikament gilt noch zu den homöopathischen Arzneimittel
zählt und ebenfalls nicht als Naturheilmittel im engeren Sinn
bezeichnet werden kann: Als Nahrungsergänzung sind seine
positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit eindeutig nachgewiesen.
So
sind auch die folgenden Aussagen von Wissenschaftlern zu verstehen,
die sich positiv zur Wirkung von Schwarzkümmel äußern:
Schwarzkümmel
heilt erwiesenermaßen allergische Krankheiten bei rund 70
Prozent aller Patienten, darunter Pollen- und Stauballergiker ebenso
wie Akne- und Neurodermitis- patienten, Asthmatiker und abwehrgeschwächte
Patienten. Gegen Erkältungskrankheiten hat sich die regelmäßige
Einnahme von Schwarzkümmelöl deshalb auch bestens bewährt
(Dr. Peter Schleicher, Immunologe, München).
Schwarzkümmel
enthält ätherische Öle, die die Verdauung fördern
und Magen- und Darmprobleme lindern können (Prof. Dr.
Hildebert Wagner, Institut für Pharmazeutische Biologie, München).
Bei
der Tumorpräventation kann Schwarzkümmelöl eine wichtige
Rolle spielen. Über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen,
stärkt das Öl das körpereigene Immunsystem....
(Dr. Stanley Kopok, University of Arizona).
Einnahme-Empfehlung:
Schwarzkümmelöl
wird als Nahrungsergänzung empfohlen. Es ist ausgezeichnet
verträglich und daher auch für Kinder sehr gut geeignet.
Es kann sogar zum Kochen verwendet werden.
Schwarzkümmelöl
sollte über einen Zeitraum von etwa 3 - 6 Monaten bei einer
Dosierung von 4 x täglich 10 Tropfen oder 2 x täglich
20 Tropfen reinem Schwarzkümmelöl eingenommen werden.
Zu
Beginn der Einnahme kann gelegentlich leichtes Aufstoßen auftreten,
das aber nach längerer Einnahmedauer verschwindet. Eine Besserung
des Wohlbefindens tritt oft bereits nach wenigen Tagen ein.
Auch
zur äußerlichen Anwendung ist Schwarzkümmelöl
geeignet. Bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis aber
auch bei Akne kann das reine Schwarzkümmelöl auf die Haut
aufgetragen, zur leichteren Anwendung aber auch in Salben oder Cremes
verarbeitet werden.
Doch
nicht nur für das menschliche Wohlergehen auch im Tierreich
hat Schwarzkümmel seine Freunde im Gesundheitswesen gefunden.
So werden nicht nur in Ägypten, wo die Schwarzkümmelanwendung
bei Tieren bereits eine lange Tradition hat, sondern auch in Europa
viele Tierkrankheiten mit Schwarzkümmel behandelt. Dabei wird
Schwarzkümmelsamen dem Tierfutter beigemischt, das Öl
wird äußerlich und innerlich angewendet, um so das Immunsystem
zu stärken.
Darüber
hinaus ist Schwarzkümmel eine Köstlichkeit für Feinschmecker.
Fleischgerichte werden aufgewertet, indem man das Fleisch in Öl
(am besten Olivenöl) - anbrät und zusätzlich
etwas Schwarzkümmelöl in die Pfanne gibt. Dem Salatdressing
Schwarzkümmel beigemischt, ergibt es einen aromatischeren Geschmack
und ist obendrein auch noch gesünder. In Salz und Essig eingelegtes
Gemüse wird durch ein paar handvoll beigemischte Schwarzkümmel
länger haltbar (antibakterielle Wirkung des Schwarzkümmels).
Außerdem ist er als Brotgewürz geeignet, sei es in den
Teig gemischt oder vor dem Backen oben draufgestreut.
Empfehlenswerter
link: Schwarzkümmelöl,
ein echtes Allheilmittel? |