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Zerstörung des Tauhid
von Habib Neven
Der wichtigste
Grundsatz im Islam ist Tauhid (reiner Monotheismus).
Wie der Körper erst durch die Seele belebt wird, so die guten Taten
durch Tauhid. Gute Taten ohne Tauhid sind im Angesicht Gottes null und
nichtig! Deswegen werden die guten Taten eines Ungläubigen nicht
angenommen!
"Und
Wir werden Uns den Werken zuwenden, die sie gewirkt haben,
und werden
sie wie verwehte Stäubchen zunichte machen."
(Al-Furqan 23)
"Die
aber ungläubig sind - ihre Taten sind wie eine Luftspiegelung in
einer Ebene:
Der Dürstende hält sie für Wasser, bis er,
wenn er hinzutritt, sie als Nichts vorfindet.
Doch nahebei findet er Allah,
Der ihm seine Abrechnung vollzieht;
und Allah ist schnell im Abrechnen."
(An-Nur 39)
Wenn also
gute Taten für etwas oder jemanden anderen als Allah begangen werden, sind die guten Taten nichts wert, denn
sie werden von Allah s.w.t. nicht akzeptiert.
"(Dies,)
wo dir doch offenbart worden ist, wie schon denen vor dir:
"Wenn
du (Allah) Nebengötter zur Seite stellst,
so wird sich dein Werk
sicher als eitel erweisen,
und du wirst gewiß unter den Verlierenden
sein."
(As-Zumar 65)
Allah sandte
seine Propheten a.s. zu den Menschen, um ihnen Tauhid zu lehren:
"Und
in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (,der da predigte):
"Dient
Allah und meidet die Götzen."
Dann waren unter ihnen einige,
die Allah leitete,
und es waren unter ihnen einige, die das Schicksal
des Irrtums erlitten.
So reist auf der Erde umher und seht, wie das Ende
der Leugner war!"
(An-Nahl 36)
Der Prophet
Muhammad s.a.w. lehrte Tauhid 13 Jahre lang in Mekkah, vor der Auswanderung,
denn das Allerwichtigste im Islam ist es, den reinen Tauhid zu verwirklichen!
Als eines
Tages ein Vers aus dem Koran einem Christen mit Namen 'Adi bin Hatim,
der später dem Islam beitrat, vorgelesen wurde, dachte er, jemanden
zum Gott nehmen hieße, sich vor ihm zu verbeugen und niederzuwerfen.
Er widersprach deshalb dem Propheten s.a.w. und sagte, dass die Christen
nicht die Priester und Mönche zu Göttern nehmen. Da erklärte
der Prophet s.a.w. diesen Vers: "... ihre Priester als Götter
neben Allah nehmen":
"Es
ist wahr (die Christen werfen sich nicht vor ihren Priestern nieder),
aber wahrlich, sie verbieten etwas,
was Gott erlaubt hat und erlauben
etwas, was Gott verboten hat,
woraufhin das Volk ihren Anordnungen folgt.
Und deswegen beten sie sie an!"
(Ahmad & Tarmizi)
Das bedeutet
also, dass wenn ein Gelehrter etwas verbietet, was Gott erlaubt hat und
umgekehrt und die Leute folgen ihm darin, dass sie ihn anbeten bzw. neben
Gott stellen! Nur Gott hat das absolute
Recht, etwas als verboten oder erlaubt zu erklären!
Natürlich
darf und muss man seinen Eltern, seinem Lehrer und seinen Führern
folgen, aber nur solange, wie die Anordnungen nicht gegen Gottes Gesetz
verstossen! Wenn
aber die Anordungen gegen Gottes Gesetz ist, dann darf man nicht mehr
folgen!
Der Prophet
s.a.w. sagte: "Es ist die Pflicht eines jeden Muslim,
auf den
Führer zu hören und zu gehorchen,
in Sachen die ihm gefallen
oder auch nicht, es sei denn, die Befehle sind Frevel.
Wenn Frevel befohlen
wird, dann darf man nicht darauf hören und nicht gehorchen!"
(Buchari & Muslim)
Das bedeutet,
dass ein Muslim keine Gesetze befolgen darf, die der Syariah* widersprechen!
Wenn eine
Gruppe oder ein Individuum Gesetze erlässt, die im Gegensatz zur
Syariah stehen, dann haben sich solche Individuen gegen Allah s.w.t. gestellt! Menschen dürfen nur Gesetze machen, die
vorher nicht von Allah s.w.t. oder seinem Propheten s.a.w. festgelegt
wurden, und auch nur, wenn sie im vorgegebenen Rahmen liegen. Und wenn
die Leute ihnen in Dingen folgen, die göttlichem Gesetz widersprechen,
wie z.B. dem gängigem Erbrecht (Jungen und Mädchen bekommen
das gleiche Erbteil), bedeutet dies, dass die Aqidah Schaden genommen
hat! Denn entweder sind sie sich nicht der Autorität Gottes sicher,
oder aber nehmen sie nicht ernst, oder aber haben neben der absoluten
Autorität Gottes andere Autoritäten gestellt:
`Abdullah
Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich fragte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm:
"Welche Sünde ist am schwersten vor Allah?"
Er sagte: "Daß du neben Allah etwas Ebenbürtiges machst,
während Er (doch) dein Schöpfer ist."
(Bukhârî, Muslim, Tirmîdhî, Nasaî, Abû
Dâwûd und Ahmad Ibn Hanbal)
Es kann
natürlich sein, dass jemand nur aus Angst vor Verfolgung diesen Gesetzen
folgen, dann aber kennen sie vielleicht nicht den folgenden Vers:
Allâh
sagt: Wahrlich, was diejenigen betrifft, die die Engel zu sich nehmen
während sie sich selber Unrecht tun
(da sie unter den Ungläubigen
verweilten, obwohl ihnen die Auswanderung auferlegt war),
sie (die Engel)
sagen (zu ihnen): Wie war es mit euch?
Sie sagen: Wir
waren Schutzlose auf der Erde.
Sie (die Engel) sagen: War
denn die Erde Allâhs nicht weit genug für euch,
daß ihr
darin hättet auswandern können?
Und diese, ihre Bleibe
ist die Hölle, und wie schlecht ist das endgültige Sein.
(An-Nisâ:97)
Die meisten Führer der Muslime, auch wenn sie behaupten, Muslime
zu sein und beten, fasten etc, aber Gottes Gesetz nicht in seiner Vollständigkeit
umsetzen, sondern Gesetze nach ihrem eigenen Gutdünken und nach den
Vorbild der Ungläubigen machen, begehen per definitionem Shirik,
Götzendienst:
"Und
wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind die
Ungläubigen."
(Al-Maida 44)
"Und
wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind die
Ungerechten."
(Al-Maida 45)
"Und
die Leute des Evangeliums sollen sich nach dem richten, was Allah darin
offenbart hat; und die sich nicht nach dem richten, was Allah herabgesandt
hat - das sind die (wahren) Frevler."
(Al-Maida 47)
Die Muslime
dürfen ihnen nicht folgen, sondern im Gegenteil versuchen, göttliches
Recht, die Syariah, wieder einzuführen! Auch dürfen Muslime
deswegen nicht im Lande der Ungläubigen bleiben, wenn dafür
nicht trifftige Gründe bestehen!
* Syariah bedeutet wörtlich: "den Weg zur Quelle oder zur Tränke." Die Syariah ist die Gesamtheit aller Gebote und Verbote, die Allah s.w.t.
seinen Dienern durch den Qur'an und die Sunna gebot. Wesentliches Merkmal
der Schari'a ist ihr prinzipiell allumfassender und zeitloser Charakter.
Die Gebote und Leitlinien der Schari'a betreffen die verschiedensten Lebensbereiche
der Muslime. (nach Amir Zaidan)
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